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Composable Commerce

Composable Commerce – Was ist das? Und warum Flexibilität heutzutage vor allem bei der Wahl von Software erfolgsentscheidend ist.

Was ist Composable Commerce per Definition?

Composable Commerce beschreibt eine IT-Infrastruktur, in der nicht alle Module in einer standardisierte Lösung abgebildet werden, um digitale Geschäftsprozesse zu realisieren, sondern ein Aufbau, in dem verschiedene Systeme miteinander vernetzt werden, um das Beste aus allen Welten zu erhalten. Der Begriff wurde 2020 vom Analyst Gartner geprägt.

Warum gibt es Composable Commerce?

Composable Commerce entsteht aus einem immer agiler werdenden Geschäftsumfeld im Onlinehandel mit unzähligen Möglichkeiten dank breiten Softwareangeboten, um bestimmte Probleme innerhalb der eigenen Wertschöpfungskette und darüber hinaus zu lösen.

Der „Best Case“ war bislang immer, wenn man eine Software zentral für alle Prozesse nutzt. In den letzten Jahren hat sich jedoch mehr und mehr der Trend der Kommunikation der Systeme untereinander herauskristallisiert, sodass Software auch „Headless“ gebaut wurde und ein großer Fokus auf Schnittstellekommunikation gelegt wird, das beste Beispiel hierfür ist wohl aktuell Shopware 6 in der E-Commerce Welt.

Das hat einen einfachen Grund: Die Systemlandschaft ist mittlerweile so riesig geworden, dass man sich als Onlinehändler das beste aus allen Welten für den eigenen Bedarf zusammenstellen möchte und somit ein individuelles Gesamtkonzept erhält, das perfekt auf die eigenen Bedürfnisse zugeschnitten ist.

Die Auswahl der Software verändert sich somit also auch stetig weiter und als weiterer wesentlicher Faktor sind die Möglichkeiten der nahtlosen Verknüpfung des genutzten Systems für einen speziellen Bereich wie z.B. den eigenen Onlineshop mit anderen Unternehmenssystemen wie CRM, ERP & Co. einzubeziehen.

Welche Fragen sollte ich mir stellen, wenn ich mir meine eigene Systemlandschaft zusammenstellen will?

  1. Welche Funktionen benötige ich grundsätzlich und welche Lösungen haben die größten Überschneidungen mit den aufgestellten Anforderungen?
  2. Besteht die Möglichkeit der Anbindung der Systeme jeweils miteinander und sind offene Schnittstellen gegeben, um flexible Anbindungen zu realisieren? Auch die Transparenz und die Individualisierungsmöglichkeiten der Systemarchitektur selbst sind entscheidend.
  3. Besteht die Möglichkeit der Skalierung mit den genutzten Systemen? Investiert man in Software, will man in der Regel mit dieser auch skalieren und weiter wachsen. Bei selbst gehosteter Software stößt man oft an seine Grenze, weshalb man sich definitiv mit SaaS (Software as a Service) beschäftigen sollte.

Sind diese Anforderungen gesetzt und passende Lösungen für die definierten Probleme und Geschäftsprozesse aufgestellt, bietet der Composable Commerce Ansatz einige Vorteile.

Vorteile des Composable Commerce Ansatzes:

  • Hohe Flexibilität durch die Auswahl der geeigneten Systeme und dem nutzen des besten aus allen Welten
  • Einfache Verbindung der Systeme miteinander (Stichwort: Schnittstellenanbindung)
  • Hohes Maß an Agilität, um schnell auf neue Markttrends zu reagieren und für Teilbereiche auch schnell die Lösung zu wechseln, Wettbewerbsvorteile können somit auch geschaffen werden
  • Deutlich verringerte Abhängigkeit von einer Softwarelösung
  • Sie können einzigartige Erlebnisse schaffen, denn Sie stellen die Systemlandschaft auf Ihre Bedürfnisse zugeschnitten zusammen! Es sind also viele Individualisierungsmöglichkeiten denkbar und Sie können noch besser auf Ihre Buyer Personas eingehen!

Fazit

Composable Commerce beschreibt einen Ansatz, der schon lange im Gespräch ist und häufig auch schon gelebt wird – das beste aus allen Systemen wählen und somit Agil sein und sich von einer großen Software und verbundener Abhängigkeit trennen.

Vor allem der Blick auf die Zukunftsfähigkeit ist bei diesem Ansatz spannend, denn bei sich ständig ändernden Marktgegebenheiten können die entsprechenden betroffenen Bereiche einfach durch neue, an den Markt angepasste Softwarelösungen ausgetauscht werden und es besteht ein unschlagbares Maß an Agilität!

Vor allem die Schnittstellenthemen sind hier natürlich der Kern des ganzen, um Prozesse über mehrere Softwaretools hinweg automatisiert zu halten.

Sie benötigen Hilfe bei Schnittstellenthemen? Melden Sie sich gern bei uns!

Von Jan Droste

Jan Droste ist ein aus Geesthacht stammender Betriebswirt (B.A.), der sich mit allen Themen rund um den Vertrieb und Verkauf beschäftig – Euer erster Ansprechpartner! Durch diverse vergangene Projekte in Zusammenarbeit mit Jonas Kwiedor kennt er sich auf dem Gebiet des Webdevelopment bereits bestens aus. Er hat es sich zur Aufgabe gemacht, Ihnen die perfekt auf Ihre Bedürfnisse zugeschnittene Microservice, Applikation oder Schnittstelle zu vermitteln um Ihre Firma oder Unternehmung aussagekräftig und hochwertig online zu repräsentieren.