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Was ist Omnichannel? Und ist Omnichannel die Zukunft?

In diesem Beitrag beschäftigen wir uns mit dem Begriff „Omnichannel“ und dessen Benefits.

Was ist Omnichannel?

Omnichannel im Allgemeinen beschreibt das anbieten diverser Kanäle für den Kunden. Dieses Modell hat in verschiedensten Branchen Einzug gefunden: Im Gesundheitswesen, in Regierungsbehörden, bei Finanzdienstleistungen und auch im Einzelhandel. Heute wollen wir uns vor allem mit Omnichannel in Bezug auf den Einzelhandel beschäftigen!

Omnichannel im Einzelhandel impliziert vor allem eine Customer Journey über verschiedene Kanäle hinweg, sodass der Kunde im Einzelhandelsgeschäft oder verbundenen Online Angeboten eine Transaktion abschließt. Die Customer Journey des Kunden ist heute nicht mehr lediglich der Gang ins Ladengeschäft mit einem anschließenden Kauf, es wird eine umfassende Recherche betrieben und die Angebote können in wenigen Minuten verglichen werden. Die Kanäle für die Recherche, den Kauf und Rückgaben sowie Presale und Aftersale Services sind unter anderem Ladengeschäfte, Onlineshops, Marktplätze, Apps auf Mobilgeräten, Click & Collect, Bestellhotlines und vieles mehr.

Was ist der Omnichannel-Vorteil?

Stationärer Handel macht insbesondere in Deutschland nach wie vor einen größeren Umsatz als der Onlinehandel, die Lücke wird sich jedoch weiter schließen und auch interaktive Pop-up Stores und ähnliche Trends lassen bereits die Entwicklung hin zu einem Verkauf über mehrere Kanäle deutlich werden. Durch die Corona Pandemie wurde der Wachstum des Onlinehandel weiter beflügelt, sodass in den vergangenen 2 Jahren ein Wachstum hingelegt wurde, das unter anderen Umständen mindestens 5 Jahre in Anspruch genommen hätte.

Der Einzelhandel ist somit weiterhin ein starkes Glied im Handel, kann jedoch von den Trends ergänzend profitieren. Hier spielt der sogenannte ROPO Effekt eine wesentliche Rolle.

Der ROPO (Research Online Purchase Offline) Effekt beschreibt einen klassischen Omnichannel Handel, sodass Transaktionen des Kunden online zu offline und anders herum durchgeführt werden können. Somit können Online Angebote präsentiert und Angebote Online geschalten werden und eine breitere Kundenmasse als die lokale Laufkundschaft ansprechen, die dann Offline im Ladengeschäft Verfügbar sind oder hier abgeholt werden können. Ein klassisches Beispiel ist hierbei Click & Collect oder Rabattaktionen mit Gutscheinen im Ladengeschäft für den hauseigenen Onlineshop.

Wie kann man in den Omnichannel Handel einsteigen?

Als Einzelhändler bietet sich eine Vielzahl von Möglichkeiten. Man hat in der Regel bereits ein zentrales Warenlager, Mitarbeiter vor Ort und auch eine Ausstellungsfläche sowie Bestände und oftmals auch Verpackungsmaterial in gewisser Weise. Der Einstieg in den Onlinehandel ist somit nicht so aufwändig wie ein Neustart ohne jegliche Infrastruktur, Lieferanten, festgelegte Prozesse, eine eigene Kundengruppe usw.

Die Frage ist somit lediglich, wie man den Offline Handel mit dem Onlinehandel verbinden kann. Die 2 wesentlichen Bestandteile im Onlinehandel sind ein eigener Onlineshop bzw. eine eigene Website, die Transaktionen auslösen kann und das anbieten der Ware auf Marktplätzen mit jeweils interessanten Kundengruppen für die eigenen Waren.

Der einfachste Einstieg in den Onlinehandel ebnet sich aktuell mit Shopify als Shopsystem, da man hier Out of the Box und sehr schlank einen kleinen Onlineshop aufsetzen kann. Sobald es jedoch in größere Dimensionen geht, ist ein professionelles Shopsystem wie Shopware 6 zu empfehlen, auch um mit dem Shop weiter wachsen zu können. Online Käufe und Lokaler Handel lassen sich somit über 2 Verkaufskanäle verbinden und eine breitere Kundenmasse kann angesprochen werden!

Der Schritt in den Marktplatzhandel ist zudem nicht so komplex, wie man zu Beginn denken mag. Über diverse Wege kann man diverse Marktplätze und auch den eigenen Onlineshop miteinander verbinden und zentral verwalten. Wir empfehlen hierfür Afterbuy als ERP System, sodass zentral Produkte und Bestellungen verwaltet werden können. Über Schnittstellen und Lister können Sie dann auf relevanten Marktplätzen wie Amazon, Ebay, idealo oder Check24 sogar in Verbindung mit Ihrem Onlineshop die Artikel gleichzeitig anbieten und Bestellungen von allen voran genannten Verkaufskanälen zentral abarbeiten.

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Von Jan Droste

Jan Droste ist ein aus Geesthacht stammender Betriebswirt (B.A.), der sich mit allen Themen rund um den Vertrieb und Verkauf beschäftig – Euer erster Ansprechpartner! Durch diverse vergangene Projekte in Zusammenarbeit mit Jonas Kwiedor kennt er sich auf dem Gebiet des Webdevelopment bereits bestens aus. Er hat es sich zur Aufgabe gemacht, Ihnen die perfekt auf Ihre Bedürfnisse zugeschnittene Microservice, Applikation oder Schnittstelle zu vermitteln um Ihre Firma oder Unternehmung aussagekräftig und hochwertig online zu repräsentieren.